So langsam gilt es, sich in der Regionalliga in Stellung zu bringen. Als erste Aufgabe in „richtungsweisenden“ Wochen ist am Samstag (18.30 Uhr) der VfL Hameln beim TvdH Oldenburg zu Gast. Was den Gegner auszeichnet und wie er zu schlagen ist.
Die Endspiele
Sechs Spiele stehen im Kalenderjahr 2025 noch für den TvdH Oldenburg an. Dabei warten auf den Tabellensechsten (9:7 Punkte) zunächst drei Gegner aus der gleichen Tabellenregion: VfL Hameln (10:8, 5. Platz), MTV Vorsfelde (8:10, 8.) und SV Beckdorf (10:6, 4.). „Das sind schon drei Endspiele für die Hinrunde“, weiß TvdH-Trainer Lukas Brötje um die Bedeutung der Partien und betont: „Die sind jetzt richtungsweisend.“ Gleichwohl möchte der Oldenburger Trainer noch gar nicht so weit vorausschauen, sondern den Fokus einzig auf das kommende Heimspiel gegen Hameln am Samstag (18.30 Uhr, Sporthalle Wechloy) richten. Brötje: „Das wird erstmal eine richtig schwierige Aufgabe.“
Das Quartett
Darüber soll auch die jüngste überraschende Niederlage der Gäste gegen den Zehntplatzierten SV Alfeld (30:32) nicht hinwegtäuschen. „Sie haben bisher sehr gut performt und ich schätze Hameln als starkes Team ein, das verdient da oben steht“, sagt Brötje. Von einem klassischen Aufsteiger kann folglich nicht die Rede sein, dafür ist die Mannschaft – vor allem im Rückraum – zu gut besetzt. „Sie sind auf beiden Halbseiten sehr gefährlich und haben unterschiedliche Spielertypen.“ Einer von ihnen ist mit Janne Siegesmund (Rückraum links) der geteilt zweitbeste Torschütze der Liga (75 Tore). Mit dem Isländer Kari Tomas Hauksson gab es außerdem im Spätsommer noch internationale Verstärkung im rechten Rückraum. „Er ist stark im Eins-gegen-eins, hat einen guten Schlagwurf und eine gute Übersicht“, warnt Brötje. Die Mittelmänner Andreas Lüer und Andre Brodhage komplettieren derweil das gefährliche Offensiv-Quartett.
Die Lösung
Wie das zu stoppen ist? „Indem man eine gute Abwehr spielt“, sagt Brötje schmunzelnd und erklärt selbstbewusst: „Wenn wir in unser Grundsystem kommen, werden wir sie vor Probleme stellen. Wir müssen beweglich genug sein und ihren Rhythmus ein bisschen zerstören.“ Wichtiger sei aber vor allem einmal mehr: „Wir müssen unser Spiel auf die Platte bringen.“ Und das gilt gleichermaßen für die starke Abwehr wie auch die zuletzt in Schaumburg (33:27) gut funktionierende Offensive: „Unsere Bewegungsabläufe werden wichtig sein und, wie wir die Räume angehen und den Balltransport gestalten.“ Wieder einmal steht Brötje dabei vor einem kleinen Personal-Puzzle: „Das wird abermals eine sehr interessante Aufstellung werden. Aber wir wollen nicht jammern und werden zu hundert Prozent kompetitiv sein.“
Das Quäntchen
Was auf der Platte an Personal fehlt, soll dagegen das auf der Tribüne in Wechloy auffangen. Zum erst zweiten Mal nach der erfolgreichen Premiere gegen Himmelsthür (35:30) rund einen Monat zuvor werden die Oldenburger in der neuen Heimspielstätte auflaufen. „Ich hoffe, dass wir noch mehr Unterstützung von den Fans bekommen“, sagt Bröte und betont: „Wir werden diese Energie definitiv brauchen, um sie aufzuschnappen und dann dieses Quäntchen mehr als Heimvorteil zu haben.“ Und so würde eben nicht nur der Auftakt in die „drei Endspiele“, sondern auch der in drei Wechloy-Partien innerhalb von drei Wochen gelingen. (tos)