Am Samstag (18.30 Uhr, Sporthalle Wechloy) empfängt der TvdH Oldenburg die HSG Nienburg. Welche Rolle die jüngste Oldenburger Negativ-Erfahrung noch spielt und was Trainer Lukas Brötje gegen die Meerbachspatzen von seiner Mannschaft erwartet.
Genagt
Es war zweifellos mehr als eine gewöhnliche Niederlage, die der TvdH Oldenburg am vergangenen Wochenende beim SV Beckdorf kassiert hatte. „Es hat schon sehr an den Jungs genagt“, verrät Trainer Lukas Brötje angesichts der höchsten Saison-Pleite (22:31) sowie deren Entstehung. „Aber das gehört auch zum Sport dazu. Das muss man aufarbeiten, abhaken und dann weitermachen.“ Und genau das hat Brötje mit seiner Mannschaft getan.
Nicht verunsichert
Von Verunsicherung sei nach dem Beckdorf-Spiel indes nichts zu spüren. „Warum sollten wir verunsichert sein?“, fragt der Trainer vor der Partie gegen die HSG Nienburg nun demonstrativ und erinnert: „Wir spielen jetzt wieder zu Hause, wo wir 13:1 Punkte haben. Da wollen wir performen und uns wieder die Sicherheit holen.“ Gelingen soll das vor allem mit dem Fokus auf die eigene Leistung: „Es geht darum, dass wir unser Spiel spielen. Das müssen wir wieder aufs Neue beweisen, weil wir es auswärts nicht geschafft haben.“
Gesteigert
Das Hinspiel in Nienburg hatte der TvdH im zurückliegenden September dagegen eindrucksvoll gemeistert. 40:23 hieß es damals für den aktuellen Tabellenfünften (19:13), der nicht nur aufgrund ebendieses höchsten Saisonsieges als klarer Favorit in das Spiel gegen den Vorletzten aus Nienburg (8:24) geht. Allerdings: Im Jahr 2026 zeigt die Formkurve der Meerbachspatzen bisher nach oben. So holten die Nienburger aus den ersten zwei Partien gegen Alfeld (28:28) und Bookholzberg (28:25) drei Zähler. Das hat auch Brötje zur Kenntnis genommen, betont aber: „Am Ende des Tages sind wir dafür verantwortlich, wie die Partie ausgeht. Wir müssen das Spiel dominieren und unseren Spielstil durchbringen.“
Nicht unterschätzt
Das gilt eben auch für das Duell mit den abstiegsgefährdeten Nienburgern, die im Vergleich zur Vorsaison ihren Top-Torschützen Steve Kählke verloren haben. „Der fehlt ihnen sehr, sie sind relativ jung und sind noch nicht so gut in Tritt gekommen“, sagt Brötje und erkennt: „Deshalb hatten sie bisher ein paar Probleme.“ Auf die leichte Schulter nehmen sollte sein Team die HSG aber nicht, mahnt der Trainer: „Wir dürfen niemanden unterschätzen, sondern müssen jeden Gegner mit dem gleichen Mindset angehen und unser Spiel durchbringen.“ Denn: „Wenn das nicht gelingt, wird es brutal schwer und man kann gegen jeden Gegner aus der Liga verlieren.“ (tos)