Zum zweiten Mal in Folge muss der TvdH Oldenburg an einem Sonntag ran. Nach der knappen Niederlage beim MTV Vorsfelde wartet nun das Nachholspiel gegen den SV Beckdorf. Nachdem das eigentlich für Ende September wegen einer Krankheitswelle beim TvdH abgesagt wurde, möchten die Oldenburger ab 17 Uhr ihre bis dato makellose Bilanz in der Halle in Wechloy ausbauen – was gegen die Stader kein leichtes Unterfangen werden dürfte…
Die Vorzeichen
Der SV Beckdorf reist als Tabellenvierter (14:6 Punkte) zum sechstplatzierten TvdH (11:9). Mit einem Sieg würden die Oldenburger also nicht nur den Gästen tabellarisch ganz nahe kommen, sondern ebenfalls in die Region des Tableaus vorstoßen, die sie sich als Ziel gesteckt hatten. Einfach wird das gegen eine stark aufgelegte Beckdorfer Mannschaft, die zuletzt zwei Mal und dabei sogar gegen Top-Team Northeim (32:27) gewann, aber nicht.
Die Entwicklung
Dass Beckdorf als Vorjahreszwölfter bisher so eine gute Saison spielt, könnte auf den ersten Blick überraschen. Doch TvdH-Trainer Lukas Brötje sieht das anders. „Sie sind eingespielt, haben junge Leute dabei und sind ein sehr fleißiges, athletisches Team“, erklärt er und schlussfolgert: „Deswegen habe ich sie definitiv da oben gesehen. Dass sie jetzt Vierter sind, ist eine gute Momentaufnahme für sie. Das haben sie sich verdient, weil sie offensiv einen sehr starken Ball spielen.“ Dabei haben die Beckdorfer eine Entwicklung hingelegt, die bereits in der zweiten Hälfte der Vorsaison zu Erfolgen – unter anderem gegen die schon damals starken Teams aus Northeim und Burgdorf – geführt hatte.
Die Herausforderung
Die Mannschaft von Trainer Robert Frahm scheint vor allem davon zu profitieren, dass es im vergangenen Sommer kaum Veränderungen gab. Mit 330 Toren in zehn Spielen konnte Beckdorf speziell im Angriff bislang überzeugen. „Offensive, Offensive, Offensive“, betont auch Brötje die Herausforderung, die da auf sein Team zukommt. „Diesen Angriff muss man erstmal stoppen.“ Als Beckdorfer Prunkstück kristallisiert sich dabei klar der Rückraum heraus. „Sie haben vier sehr dominante Rückraumspieler“, so Brötje: „Es fällt auf, dass sie da durch ihre Athletik und spielerische Klasse aus den Kreuzbewegungen einfache Tore generieren. Und sie haben gute Eins-gegen-eins-Bewegungen.“
Der Auftrag
Der Auftrag an seine Mannschaft ist daher klar: „Wir müssen unsere Abwehr so gut präsentieren, dass wir darüber das Spiel gewinnen. Das wird der Schlüssel zum Erfolg.“ Da Brötje ausgerechnet mit der sonst so starken TvdH-Abwehr zuletzt gegen Vorsfelde (33:34) nicht zufrieden war, muss seine Mannschaft nun wieder ihr eigentliches Defensiv-Gesicht zeigen. Wir haben es angesprochen“, verrät Brötje und fordert: „Da müssen wir mehr Gas geben. Aggressivität und Leidenschaft – damit steht und fällt alles.“ (tos)