Nach einem spannenden Spielverlauf mit Höhen und Tiefen hat sich der TvdH Oldenburg am Samstagnachmittag mit 31:30 beim TuS GW Himmelsthür durchgesetzt. Gegen einen gut aufgelegten Tabellenzwölften (12:26 Punkte) hat der Tabellenfünfte aus Oldenburg (24:14) dabei etwas Elementares unter Beweis gestellt…
Das Siegergen
„Die wichtigste Eigenschaft als Sportler ist, ein Siegergen in sich zu tragen – und es gehört auch dazu, das bei einem jungen Team zu entwickeln“, sagt Trainer Lukas Brötje nach dem knappen Sieg des TvdH Oldenburg beim TuS GW Himmelsthür und betont erfreut: „Das kann ich positiv hervorheben.“ Kein Wunder, schließlich gab es an diesem Samstagnachmittag mehrere negative Einflüsse, die auch dank ebenjener Eigenschaft überwunden wurden.
Die Ballverluste
Angefangen mit dem Beginn des Spiels: Mit 1:6 hatte der TvdH zunächst zurückgelegen (12.), weil sich die Oldenburger zu viele Ballverluste leisteten, die die Gastgeber wiederum mit Tempogegenstoßtoren bestraften. „Wir kommen leider wieder bodenlos rein“, findet Brötje klare Worte und gibt zu: „Auf der einen Seite ärgert mich das. So darf man nicht starten und das werden wir ansprechen.“ Doch da gibt es dann eben noch eine andere Seite: „Wir haben es geschafft, ruhig zu bleiben, uns ranzuarbeiten und dann abzusetzen.“
Die Konsequenz
Eine Auszeit beim Stand von 1:5 (11.) fruchtete zwar nicht sofort, zeigte im Verlauf des ersten Durchgangs aber doch ihre Wirkung. So kassierten die Oldenburger zwischen zwölften und 23. Minute nur noch zwei Gegentore – und führten plötzlich selbst mit 11:8. „Ich hab den Jungs gesagt, dass wir es konsequenter machen müssen. Wir haben den Ball dann besser laufen lassen, taktisch umgestellt und die Ruhe bewahrt“, erklärt Brötje. Die vielen TvdH-Ballverluste und Tempogegenstoßtore Himmelsthürs gehörten so der Vergangenheit an. „Das war eine echt starke Phase, wo wir uns vorne gegen die offensive Abwehr gut bewegt und die grundlegenden Tugenden an den Tag gelegt haben“, lobt Brötje. Zur Pause führten die Oldenburger dann knapp mit 15:14.
Die Spannung
Im zweiten Durchgang erwischte der TvdH einen guten Start und setzte sich auf 21:17 ab (39.) Nur kurze Zeit später zogen die Gastgeber allerdings wieder gleich – 23:23 (47.), wodurch eine spannende Schlussphase entstand. „Insgesamt ist es schade, dass wir es nicht geschafft haben, final den Deckel draufzumachen“, hadert Brötje zwar, muss aber auch dem Gegner ein Kompliment aussprechen: „Ihr taktisches Mittel im Angriff hat gut gefruchtet. Da hatten wir Probleme.“ So war es fortan zwar weiterhin der TvdH, der in Führung ging, Himmelsthür glich aber jeweils prompt wieder aus – letztmals zum 29:29 (58.), woraufhin der TvdH-Treffer zum 31:29 zehn Sekunden vor Schluss für die Erlösung sorgte. „Am Ende haben wir hinten die entscheidenden zwei, drei Dinger wegfischen können und uns vorne durchgesetzt“, sagt Brötje und bilanziert nach dem spannenden Spiel: „Unterm Strich nehmen wir sehr glücklich und zufrieden die zwei Punkte mit. Das ‚Wie‘ muss man aber weiter verfeinern, damit wir uns noch stabiler präsentieren.“
Der Rückkehrer
Bereits am Freitag hatte der TvdH unterdessen die nächste Rückholaktion eines ehemaligen Eigengewächses perfekt gemacht: Kreisläufer Tom Frankenberg wechselt im Sommer von Oberligist MTV Braunschweig II zurück an die Hunte, wo er auf seinen ehemaligen A-Jugend-Coach Brötje trifft. „Wir hatten noch Kontakt und es war nach einem entspannten Gespräch für beide Seiten schnell klar, dass er zurückkommt“, verrät der Trainer und nennt die Vorzüge des – nach Fynn Unger – zweiten alten-neuen Mannes: „Er ist ein Läufer-Typ, wodurch er uns taktisch neue Möglichkeiten und Variabilität geben kann. Auch in der Abwehr hat er schnelle Beine und ist sehr beweglich.“ (tos)