Jahresauftakt geglückt! Dank eines letztlich ungefährdeten 29:23-Derbysieg auswärts gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist der TvdH Oldenburg mit einem Erfolgserlebnis ins Jahr 2026 gestartet. Dass dabei nicht alles optimal lief, war für Trainer Lukas Brötje hinterher zu verschmerzen…
Die Erklärung
So erwischte der Gastgeber den besseren Start ins Spiel und konnte nach dem Oldenburger 1:0 (1.) selbst mit 3:1 (5.) und 4:2 (8.) in Führung gehen. Auch nach dem erneuten Führungswechsel (5:4 für den TvdH, 12.) gelang es den Oldenburgern zunächst nicht, sich gegen den Tabellenletzten (3:27Punkte) abzusetzen. „Es war das erwartet unangenehme Spiel“, hielt Brötje fest und lieferte eine Erklärung für die anfänglichen Probleme: „Wir hatten in der ersten Halbzeit acht freie Fehlwürfe aus der Nahdistanz.“
Die Führung
Besser lief es aus Oldenburger Sicht dann aber bereits ab der 18. Minute, als der Tabellenvierte (19:11) aus einer 8:7-Führung bis zur Halbzeitpause einen 15:10-Vorsprung machte. Da der TvdH in den Schlussminuten zwischenzeitlich in Überzahl war und das letzte Tor sieben Sekunden vor der Pause aufs Konto der HSG ging, hätte die Führung sogar höher ausfallen können. „Es ist ärgerlich, dass wir nicht mit sieben, sondern nur mit fünf Toren Vorsprung in die Pause gehen“, haderte Brötje.
Die Qualität
Den dennoch komfortablen Vorsprung konnten die Oldenburger nach dem Seitenwechsel zunächst aufrechterhalten. Gleichzeitig verpassten die Gäste es aber auch, ihre Führung auszubauen – und nach dem Oldenburger 19:13 (36.) verkürzten die Bookholzberger plötzlich binnen weniger Minuten auf 17:19 (41.). „Da haben wir ein bisschen den Faden verloren und waren nicht diszipliniert genug, sondern sind in Einzelaktionen verfallen“, bemängelte Brötje. So richtig spannend wurde es trotzdem nicht mehr, weil der TvdH wieder in die Spur fand und nach dem 26:19 (54.) mit einer komfortablen Führung in die Schlussphase ging. „Wir konnten es über individuelle Qualität nach Hause fahren“, sagte Brötje und hielt fest: „So ein Spiel musst du gewinnen. Da fragt am Ende keiner mehr nach dem ‚Wie‘.“
Die Gespräche
So sprach der Trainer hinterher von einem „Pflichtsieg. Nicht mehr, nicht weniger.“ Dass dieser gleichzeitig den erst dritten Auswärtserfolg der Saison und den ersten seit zwei Monaten bedeutete, „tut im Nachhinein gut“, gab Brötje zu und richtete den Blick direkt auf die anstehenden spielfreien Tage bis zum Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn SV Beckdorf (24. Januar, 19 Uhr): „Ich werde mit allen Spielern ein Einzelgespräch führen, in dem sie sich jeweils zwei individuelle Ziele und ein Team-Ziel setzen sollen.“ So möchte der Trainer nicht nur jeden einzelnen seiner Schützlinge fordern und fördern, sondern auch Bestrebungen fürs gesamte Team erarbeiten: „Eine Saison ist lang und wenn man sich selbst Ziele setzt, kann einen das nochmal mehr herausfordern und kitzeln“, so Brötje. (tos)