Aufgrund von Kleinigkeiten hat der TvdH Oldenburg am Sonntagabend knapp mit 33:34 beim MTV Vorsfelde verloren und es damit verpasst, seine Siegesserie auf drei Erfolge auszubauen. Was Trainer Lukas Brötje an der Niederlage besonders ärgert.
Der Start
Gestartet war der TvdH Oldenburg sowie allen voran Janno Borke durchaus schwungvoll. Weil der junge Rückraumspieler vier der ersten fünf Oldenburger Tore erzielt hatte, hatte Borke entscheidenden Anteil daran, dass die Gäste in der Anfangsphase dominierten. Früh lag der TvdH so mit 6:3 in Führung (8.). Auch nachdem der MTV Vorsfelde Mitte der ersten Halbzeit zum 8:8 ausgleichen konnte (17.), behielt der TvdH zunächst die Oberhand und führte nur kurze Zeit später mit 10:8 (18.).
Der Unterschied
Dann aber drehten die Gastgeber, die womöglich auch wegen des jüngsten Trainerwechsels von Niklas Wosnitza zu Jürgen Thiele besonders motiviert zu Werke gingen, die Partie. „Vorsfelde war in den entscheidenden Momenten mehr ‚ready‘ und hat sich den Ball geholt“, ärgerte sich Brötje hinterher: „Da haben wir uns nicht geschickt genug angestellt.“ Zur Pause lag der TvdH schließlich knapp mit 15:17 zurück.
Der Schwung
Nach dem Seitenwechsel kamen die Oldenburger dafür aber erneut gut aus der Kabine. Comebacker Jonas Rohde erzielte mit seinem ersten Treffer nach Verletzung nicht nur den Ausgleich zum 17:17, sondern ließ auch Brötje hinterher erleichtert feststellen: „Wir freuen uns, dass die Langzeitverletzten zurückkehren und hoffen, dass wir daraus neuen Schwung generieren können.“ Weil Rohde kurz nach seinem zweiten Treffer zum 20:20 (37.) gefoult und sich dabei am Kopf wehgetan hatte, konnte der Rückraumspieler genau wie Vorsfeldes Jannic Steinke (Rote Karte) fortan aber nur noch zuschauen (37.).
Die Nachlässigkeit
Nach der ersten TvdH-Führung im zweiten Durchgang (21:20, 38.) kamen die Oldenburger auch ohne Rohde zwar noch drei Mal zu einer Zwei-Tore-Führung, verpassten es aber, diese zu vergrößern. „Uns fehlte die nötige Ruhe, um uns abzusetzen“, ärgerte sich Brötje und musste dabei eingestehen: „Aber das ist auch schwer, wenn du in der Abwehr dauerhaft Gegentore kassierst.“ So war es die ungewohnt nachlässige TvdH-Defensive, die von Vorsfelde immer wieder bestraft wurde. „Uns fehlte die Aggressivität und die Kompaktheit“, monierte Brötje: „Wir haben zu viele einfache Tore über die Mitte gekriegt und hatten viele leichte Ballverluste, die zu einfachen Toren geführt haben.“
Die Kleinigkeiten
So lag der TvdH beim Stand von 29:32 (57.) plötzlich erstmals im zweiten Durchgang selbst mit drei Toren zurück. Hoffnung auf den Ausgleich gab es dennoch bis in die Schlussminute, ehe Vorsfelde 28 Sekunden vor Schluss zum 34:32 traf. Borkes Treffer zum 33:34 aus Oldenburger Sicht mit der Schlusssirene bescherte ihm zwar seinen neunten Treffer des Tages, dem TvdH aber kein Happy End mehr. „Es waren viele Kleinigkeiten, die in Summe dazu geführt haben, dass wir das Spiel nicht erfolgreich gestalten konnten“, bilanzierte Brötje und hielt fest: „Da muss jeder Spieler einzeln gucken, was er in gewissen Situationen anders machen kann, um diese Kleinigkeiten abzustellen.“ (tos)