Im letzten Saisonspiel geht es für den TvdH Oldenburg (Samstag, 18.30 Uhr, Sporthalle Wechloy) noch um einiges, für Gegner SV Alfeld sogar um alles. Wie die Ausgangslage aussieht und wer den TvdH zum Saisonende verlassen wird.
Das Ziel
Die Ausgangslage ist klar: Der TvdH Oldenburg geht von der „Pole-Position“ (29:21 Punkte) in den Vierkampf um Platz vier. Ein Sieg gegen die SV Alfeld würde sämtliche Rechnereien unnötig machen und Trainer Lukas Brötje ein positives Fazit ziehen lassen. „Dann hätten wir unser Ziel erreicht, uns im Vergleich zur letzten Saison um zwei Plätze verbessert, vier Punkte weniger abgegeben und die beste Abwehr der Liga“, zählt der Coach auf und betont: „Dann kann man von einer erfolgreichen Saison sprechen.“ Zwar habe das letzte Saisonspiel „eine große Relevanz“ für das tabellarische Ziel (Top-5), überhöhen möchte Brötje es aber nicht: „Für die sachliche Analyse hat es einen weniger großen Einfluss. Es ist eins von 26.“
Die Brisanz
Und dennoch: Schiefgehen soll im letzten Saisonauftritt nichts mehr – zumal dahinter das punktgleiche Trio SV Beckdorf, HSG Schaumburg und MTV Vorsfelde (alle 28:22) lauert. „Ich finde das super“, freut sich Brötje und erklärt: „Sonst kann so ein letzter Spieltag langweilig werden.“ Zusätzliche Brisanz bringt die Ausgangslage, weil einerseits der TvdH dem Tabellenelften aus Alfeld (18:32) noch einen empfindlichen Schlag im Abstiegskampf verpassen könnte. Alfelds punktgleicher Konkurrent auf Rang zwölf, Achim/Baden, bekommt es derweil mit dem Northeimer HC zu tun. Eben jener Tabellendritte (38:12) wiederum hofft im Aufstiegsrennen auf eine Niederlage des MTV Großenheidorn (39:11) gegen Schaumburg.
Die Rechnung
Da die Alfelder – je nach Ausgang der dritten Ligen – nach Grüppenbühren und Nienburg noch als drittes Team aus der Regionalliga absteigen könnten, erwartet Brötje ein schweres Spiel. Und: „Wir nehmen Alfeld sehr ernst und haben noch eine bitterböse Rechnung mit ihnen offen, weil wir abermals dort verloren haben.“ Im Hinspiel setzte es eine 28:30-Niederlage, nach der Brötje alles andere als zufrieden gewesen war. „Das war nicht TvdH-würdig, nicht akzeptabel. Jetzt erwarte ich ein anderes Bild. Wir wollen unbedingt gewinnen.“
Die Abschiede
Außerdem wollen die Oldenburger die fünf Akteure, die den TvdH nach Saisonende verlassen, noch mit einem Sieg gebührend verabschieden. Nachdem sich Philipp Vallei bereits im Saisonverlauf dem Oberligisten TSG Hatten-Sandkrug angeschlossen hatte, gehen nach dem Alfeld-Spiel auch Simon Stöhr (berufsbedingt), die beiden Dänen Lasse Soballe (studienbedingt) und Rasmus Hansen (Ziel noch unbekannt) sowie die langjährigen Oldenburger Jarne Hemken (OHV Aurich) und Aydrian Dröge, der nach seinen Verletzungen erstmal wieder richtig fit werden möchte. „Das sind echt feine Kerle“, hält Brötje fest und freut sich über die gemeinsame Zeit mit allen: „Wir haben keine Troublemaker. Es ist angenehm, mit ihnen zu arbeiten.“ (tos)