Mit einem 27:24-Heimerfolg gegen die SV Alfeld hat der TvdH Oldenburg einen erfolgreichen Saisonabschluss gefeiert und die Zielsetzung klar erreicht. Wie „der letzte Tanz“ der Saison lief und welches Fazit Trainer Lukas Brötje zog.
Der Grundstein
Gegen die vor dem Spiel noch abstiegsbedrohten Alfelder gelang es dem TvdH früh, sich abzusetzen. So zog der TvdH nach zwei Alfelder Ausgleichen zum 1:1 (2.) und 2:2 (5.) auf 9:3 davon (15.) „Das war eine bärenstarke erste Halbzeit“, schwärmte Brötje hinterher und betonte: „Im Angriff lief es richtig gut.“ Selbst den ein oder anderen Fehlwurf konnten die Oldenburger verschmerzen, „weil wir so viele gute Lösungen gefunden haben“, so Brötje. In der Abwehr habe sein Team zwar eine „kurze Schwächephase“ gehabt, aber insgesamt „standen wir lange richtig kompakt“. Ebenjener Spielabschnitt ließ den Vorsprung erst auf 11:8 (20.) und dann auf 13:11 (25.) schrumpfen. Zur Pause führten die Oldenburger aber souverän mit 16:12. „Wir waren auf allen Ebenen des Feldes gut und haben damit den Grundstein gelegt“, freute sich Brötje.
Die Sicherheit
Nach dem Seitenwechsel hatte der TvdH dann aber plötzlich Probleme. „Wir spielen weiter im Sieben-gegen-sechs, haben aber nur Fehlwürfe“, monierte Brötje, sah das Problem aber vor allem in der Abwehr: „Wir kriegen in zehn Minuten sieben Gegentore. Da waren zu einfache Tore dabei, wo die Absprachen nicht eingehalten worden sind.“ Die Folge: Alfeld gelang erneut zwei Mal der Ausgleich zum 18:18 (38.) sowie 19:19 (39.). Dann aber fingen sich die Oldenburger wieder und stellten auf 24:21 (50.). Auch als diese Führung auf 24:23 schmolz (56.), ließen sich die Hausherren nicht beirren. Spätestens mit dem 27:23 (59.) war alles klar. „Wir haben uns wieder auf unsere Stärken besonnen und sind klarer geworden in den Aktionen“, schilderte Brötje und hielt abschließend fest: „Zu Hause haben wir eben diese Sicherheit, dass auch schwierige Situationen überstanden werden können.“
Die Steigerung
Während die Gäste aus Alfeld dank der Niederlage der SG Achim/Baden gegen den Northeimer HC (23:27) auch als Verlierer den Klassenerhalt bejubeln durften, feierten die Oldenburger ihren vierten Tabellenplatz (31:21). „Am Ende war die Freude groß“, stellte Brötje fest und betonte: „Es war eine erfolgreiche Saison, wir können stolz auf uns sein. Das war eine deutliche Steigerung zur Vorsaison: punktetechnisch, aufgrund der Platzierung, aber auch individuell bei den Spielern. Viele haben einen großen Entwicklungsschritt gemacht.“ Und nicht zu vergessen: Mit nur 674 Gegentoren stellte der TvdH die mit Abstand beste Abwehr der Regionalliga.
Der Abschluss
Positiv fiel auch der Abschied von Simon Stöhr, Rasmus Hansen, Lasse Soballe, Aydrian Dröge und Jarne Hemken aus. Brötje: „Alle Jungs konnten nochmal zeigen, was sie können, aber gerade die Abgänge haben viel Spielzeit bekommen.“ Nach dem Spiel wurden die fünf Spieler offiziell verabschiedet. „Es war ein würdiger Rahmen. Alle waren sehr glücklich und zufrieden. Man hat viele strahlende Gesichter gesehen – und ich glaube, es gab noch das ein oder andere Kaltgetränk“, verriet Brötje augenzwinkernd, der mit Blick auf die Saisonanalyse schon kurz vorausschaut: „Natürlich ist man hungrig: Wo kann man ansetzen, damit es noch weiter nach oben geht. Wo muss man aber auch aufpassen, damit man es konserviert.“ Nach einem Abschlussgrillen am Dienstag geht es nun aber erstmal in die lange Sommerpause, ehe am 8. Juni die Vorbereitung auf die neue Saison (ab 4. September) beginnt. Für Brötje heißt es daher nun: „Runterfahren und neue Energie sammeln.“ (tos)